Paracycling Weltmeisterschaft 2017 Pietermaritzburg (Südafrika)

Nach intensiver Vorbereitung, vielen Kilometer und zwei Höhentrainingslagern startete ich sehr gut vorbereitet zur Paracycling Weltmeisterschaft nach Südafrika. Ich wusste das ich gut vorbreitet war hatte ich doch mein Trainingsprogramm diesen Sommer ohne Einschränkungen durch gezogen.  Abends checkten wir in Frankfurt ein und flogen während der Nacht einmal über den afrikanischen Kontinent. Ohne Jetlag kamen wir in Johannesburg an und verluden unser Material und Taschen in Kleinbusse und dann ging es ins ca. 500 km entfernte Pietermaritzburg. Wenn man mit so einem grossen Team unterwegs ist, kann es schon ein wenig anstrengend sein und  man braucht ganz schön viel Geduld. Am Abend waren wir dann auch schliesslich im WM Ort und konnten direkt abends noch die Räder zusammen bauen da am nächsten Tag schon das Training auf der Zeitfahrstrecke anstand. Nach dem Streckencheck fürs Zeitfahren konnten wir einen Tag später noch den Strassenkurs besichtigen und dann starteten auch schon die Rennen.

Der Zeitfahrkurs war mit ca. 120 hm auf 7 km doch recht wellig und kam mir entgegen, wir mussten den Kurs dreimal befahren und so kamen bei 21 km 360hm zusammen. Leider verpasste ich das Podest um 10 Sekunden und wurde Fünfter. Das war wirklich schon sehr schade aber ich wusste die Form ist gut und im Strassenrennen habe ich nochmals eine Chance.

Der Start zum Strassenrennen war schon um acht Uhr morgens und da hiess es um fünf aufstehen und noch a bissel was Frühstücken und das ist nicht wirklich meine Zeit. Beim warmfahren war es noch sehr frisch und hatte nur sieben Grad aber zum Glück wärmt es schnell auf so dass ich in kurz-kurz bei ca. 15 Grad am Start stand.  Unsere Klasse die C3 starte mit der C1 und C2 zusammen und so war es mit über 60 Fahrern das grösste Starterfeld bei der WM. Der Kurs war relativ flach mit einem steileren Anstieg mit ca. 400 Meter.  Am Anfang war es recht nervös und es lief auch nach dem Anstieg immer wieder alles zusammen. Nach drei Runden gab es dann nur ca. 2 Meter neben mir einen Sturz. Ein Fahrer hatte sich am Hinterrad eines andern aufgehängt und es stürzten einige Fahrer. Durch den Sturz entstanden mehrere Gruppen und ich war mit weiteren Fahrern in der Spitzengruppe. Wir arbeiteten erst sehr gut zusammen aber gegen Ende des Rennens wollte keiner mehr recht Tempo machen so das eine weiter Gruppe ca. 2 Kilometer vor dem Ziel zu uns aufschliessen konnte. Die Zielanfahrt war ziemlich tricky aber ich konnte mich sehr gut positionieren und dann den Spint lancieren in welchem ich Zweiter wurde. Ich bin auf jeden Fall glücklich eine Medaille gemacht zu haben und seit 2012 habe ich bei der WM oder den Paralmypics jeweils eine Podiumsplatzierung machen können und darauf bin ich schon ein wenig stolz.

Nach dem Rennen gab es abends noch eine  typisch südafrikanische Grillparty und dann ging es direkt am nächsten Tag zurück nach Europa.

UCI Para-Cycling Road World Championships 2017 - Prep-Phase UCI Para-Cycling Road World Championships 2017 - Day-4

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